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Wir zahlen nicht für eure Krise – Kapitalismus abschaffen!

Der 1.Mai in Kassel

(Korrespondenz) Die politische Demonstration am ersten Mai war in diesem Jahr konstant mit 2000 Demonstranten gut besucht. Der DGB begrüßte die Menschen mit seiner Losung „Gute Arbeit – gerechte Löhne – starker Sozialstaat“ und forderte zum Skandieren dieses Slogans auf. Die Beteiligung war jedoch angesichts der andauernden Krise und drohenden Massenentlassungen von Leiharbeitern im VW-Werk äußerst mäßig und so war der DGB recht isoliert mit seiner Forderung nach einem „gerecht“ reformierten Kapitalismus.
Vielmehr setzte sich die Forderung „wir zahlen nicht für eure Krise – Kapitalismus abschaffen“ durch, welche über den gesamten Demonstrationszug zu hören war. Am Königsplatz hielt der Demonstrationszug und es wurde eine Rede anlässlich des in der vorangegangenen Nacht von Nazis beschmierten DGB-Hauses gehalten. „Wir werden nicht zulassen, dass die Nazis uns das Haus noch einmal wegnehmen“, so der nordhessische DGB-Regionsvorsitzende Michael Rudolph.
Besonders erfreulich waren die vielen Schülerinnen und Schüler, Studierenden und Auszubildende, welche die Demonstration genutzt haben, um für einen ersten gemeinsamen Streik am 9. Juni zu mobilisieren. Besonders erfreulich ist hier die Beteiligung der Auszubildenden zu erwähnen.

Der erste Mai wurde schließlich mit einem schönen Fest in der Karlsaue beendet. | Roter Morgen 5/2009
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