20. März 2010
Tausende beteiligen sich an Demonstration gegen die Abwälzung der Krise auf unsere Schultern
Am 20.03. demonstrierten weit über 6500 Jugendliche, Lohnarbeiter und Erwerbslose gegen die Abwälzung der Krisenfolgen auf unsere Schultern. Viele der Teilnehmer reisten auch von außerhalb NRWs an. Neben großer Beteiligung aus den Gewerkschaften der IG BAU und Ver.di gab es einen starken antikapitalistischen und antimilitaristischen, sowie einen Bildungsstreikblock. Ebenso beteiligten sich viele Erwerbslose an der Demonstration.
Besonders hervorzuheben sind die Forderungen des sich neu gegründeten breiten „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Bündnis NRW, welche gerade im Vergleich zu den Forderungen aus den Protesten im letzten Jahr deutlich fortschrittlicher waren.
Diese Demonstration kann nur ein Auftakt für die Proteste in diesem Jahr sein. Daran anknüpfend müssen wir beim nächsten Mal noch lauter, noch stärker und noch kämpferischer werden. Wir müssen den Kampf gegen Krieg und Krise konsequent weiterführen.Unsere Perspektive kann nur eine revolutionäre Perspektive sein.
Dabei mussten wir auch heute wieder feststellen, dass sich unsere Erfahrungen bestätigen: Je fortschrittlicher die Forderungen und je kämpferischer unserer Auftreten, desto härter die Repression, mit der der Staat darauf antwortet.
So wurde die Demonstration und gerade der antikapitalistische und antimilitaristische Block, zig fach von schwerbewaffneten Polizeieinheiten angegriffen und Teilnehmer wahllos festgenommen. Dabei wurde auch ein Bundestagsmitglied von Zivilkräften tätlich angegriffen.
Eine besondere Qualität der Repression stellt der Angriff auf den Informationsstand der KPD (Roter Morgen) dar. Dabei wurde Informationsmaterial beschlagnahmt und es wurden willkürlich gegen umstehende Personen Anzeigen wegen angeblichen Verstoßes gegen das 1956 verabschiedete KPD-Verbot erstattet. Gegen diese Kriminalisierung marxistisch-leninistischer Gruppierungen protestieren wir aufs Schärfste und rufen zu Solidarität mit den Genossinnen und Genossen auf.
Ebendiese Solidarität wurde heute von den Demonstrationsteilnehmern klar zum Ausdruck gebracht. Es wurde deutlich gemacht, dass der staatliche Repressionsapparat es so leicht nicht schafft, einen Keil zwischen uns zu treiben.
Wir wollen an den Erfolg dieser Demonstration anknüpfen und dem Staat dabei deutlich machen, dass wir uns nicht spalten lassen.
Quelle: www.rote-antifa.org | Roter Morgen 4/2009
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