Krise in der Autoindustrie
Schwere Angriffe bei Opel stehen bevor!
General Motors steht kurz vor der Pleite. 2008 schloss der US-Autokonzern mit einem Verlust von 31 Milliarden Dollar ab. Damit ist auch Opel in Deutschland, damit sind tausende Arbeitsplätze massiv bedroht. Nach neuesten Angaben (Stand: 6. März) will Opel 7600 Stellen streichen – während der Konzern gleichzeitig staatliche Gelder aus den Taschen der werktätigen Bevölkerung kassieren will. Die Beschäftigten bei Opel und bei den Zuliefererbetrieben müssen sich auf harte Kämpfe vorbereiten!
Bundesweit stehen bei Opel 25.600 Arbeitsplätze an den Standorten Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern auf dem Spiel. Die IG Metall spricht davon, dass bei einer Opel-Insolvenz europaweit 400.000 Stellen in der Auto- und Zuliefererbranche bedroht sind.
Bereits Ende letzten Jahres hatte Opel vorsorglich eine Bürgschaft der Bundesregierung angefordert, die zunächst im Grundsatz bewilligt wurde, allerdings unter der Bedingung, dass das Geld in Deutschland bleiben müsse. Opel und GM sind so eng miteinander verwachsen, dass eine Herauslösung von Opel aus dem amerikanischen Mutterkonzern unwahrscheinlich ist. Opel besitzt nach einem Bericht der FAZ vom 1. März noch nicht einmal mehr die Patente an den eigenen Autos.
Nun wird über staatliche Hilfsgelder und eine mögliche Staatsbeteiligung verhandelt. Die Bundesregierung will diese jedoch nur bewilligen, wenn Opel ein „überzeugendes“ Sanierungskonzept vorliegt. Das wird bedeuten: Stellenstreichungen und Rationalisierung!
Derartige Angriffe können nur – einzig und allein – abgewehrt werden, wenn die Kolleginnen und Kollegen bei Opel nicht auf das windige Geschwätz einer Merkel, eines Steinmeier oder eines Gesamtbetriebsrats-Vorsitzenden und selbsterklärten „Co-Managers“ Klaus Franz hereinfallen, sondern das Heft selbst in die Hand nehmen und hart und entschlossen für den Erhalt ihrer Stellen kämpfen!
Bereits am 26.02. sind an allen europäischen Produktionsstandorten der GM-Töchter (neben Opel sind das Vauxhall in Großbritannien und der schwedische Hersteller Saab) tausende Beschäftigte zusammengekommen, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu demonstrieren. Das ist der erste Schritt – auf diesem Weg muss es weitergehen!
| Roter Morgen 1/2009
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