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ROTER MORGEN online 7, 2003
Die Mauer muss weg!Am 29. Juli haben sich der israelische Ministerpräsident Sharon und US-Präsident Bush in Washington getroffen. Sie haben dabei besprochen, wie sie den Befreiungskampf des palästinensischen Volkes niederschlagen können. Angeblich gibt es zwischen den israelischen Zionisten und den amerikanischen Imperialisten Widersprüche über den Grenzzaun, den Israel um das Westjordanland baut. Öffentlich hat Bush seine »Besorgnis« über diese Mauer geäußert. In Wirklichkeit aber gibt es zwischen den israelischen Zionisten und dem amerikanischen Imperialismus keine Widersprüche – es handelt sich in Wahrheit um ein für die Öffentlichkeit und das palästinensische Volk inszeniertes Schauspiel mit verteilten Rollen. Solche Inszenierungen hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Die israelische Armee mordet und zerstört in den palästinensischen Gebieten – und der Präsident der USA äußert seine »Besorgnis«. Und so ist es auch diesmal.
Kurz vor dem Besuch Sharons in den USA hatte das israelische Parlament weitere fast 150 Millionen Euro für den Bau der Mauer um das Westjordanland bewilligt. In diesen Tagen soll der erste, rund 150 km lange, erste Abschnitt dieses schändlichen Bauwerks, das das Westjordanland in ein Gefängnis für die Palästinenser verwandeln soll, fertiggestellt werden. Insgesamt planen die israelischen Zionisten eine Mauer von fast 350 km Länge.
Der Bau der Mauer um das Westjordanland zeigt mehr als alle Worte, was in Wirklichkeit von der »road map«, dem angeblichen Friedensprozess im Nahen Osten zu halten ist: überhaupt nichts.
Das palästinensische Volk wird seinen nationalen Befreiungskampf gegen die israelischen Besatzer fortsetzen. Und es kann sich dabei der Solidarität der revolutionären und fortschrittlichen Kräfte auf der ganzen Welt sicher sein. © Verlag Roter Morgen, Postfach 300204, 44232 Dortmund
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